FILM

»Den unsichtbaren Wind übersetzen durch das Wasser, das er im Vorbeiwehen kräuselt«

Robert Bresson - Notizen zum Kinematografen (1975)

 

Nachdem die Lumières Arbeiter zeigten, die eine Fabrik verließen, war der Film zunächst stumm (siehe oben), doch es wurde viel experimentiert, auch mit Farben. Die Filme bestanden aus bis zu 112.000 Einzelbildern. Von Hand wurden sie nachkoloriert.

 

Schnell fand man heraus, dass Musik das Bild veränderte, und zunächst wurden die Filme von Pianisten oder Orchester begleitet. Die menschliche Eigenschaft Muster zu finden, lässt die Äste zur Musik wehen und der Zuschauer assozierte die Emotion der Musik mit dem Bild.

 

Zum testen einfach eine der Stimmungen auswählen, hochscrollen und beobachten, wie die Musik unsere Wahrnehmung von kräuselnden Blätter verändert.

 

Stimmung: Heiter

Stimmung: Ernst



 

Ein erstaunlicher Effekt und dies bereits bei dem Anblick von wehenden Ästen in Schwarz-Weiß. Wenn man nun die Emotion eines menschlichen Gesichtes hinzufügt, eingebettet in eine Handlung, fällt die Wirkung dementsprechend noch drastischer aus. Eine auch heute noch häufig verwendete Technik unreiner Produktionen. In der reinen Produktion unterstützt die Musik das Bild, anstatt es zu stützen. Auch hierzu erklärte Bresson:

 

»Wie viele Filme werden durch Musik zusammengeflickt! Man überschwemmt einen Film mit Musik und vertuscht, dass in diesen Bildern nichts ist.«

 

Doch es dauerte nicht lange bis der Zuschauer die Charaktere auch sprechen hören konnte, beziehungsweise singen, wie in 1927s »The Jazz Singer«. Das Leiden der sogenannten Koloristen, die etwa 128 Einzelbilder am Tag schafften, hatte erst 10 Jahre später ein Ende. Natürlich wurden nicht alle Filme nachkoloriert, zumal das Fernsehen bis 1954 keine Farben ausstrahlen konnte.

 

Etwa 50 Jahre danach wagte der Film den Sprung aus der analogen in die digitale Welt. 9 Jahre später drehte ich meinen ersten Kurzfilm (Archiv) dem 10 Jahre später der erste Spielfilm folgte, der wie das Medium selbst als Experiment begann.

Cast & Crew

 

Schauspieler: 

Paul Maria Kirchner ... Arthur

Marie Förste ... Maria

Michael Lämmermann ... Bruno

 

Produktion:

Buch | Regie | Kamera: Carsten Göttel

Ton: Stefan Pielken

Postproduktion: Carsten Göttel

Gedreht mit: Panasonic GH13

Genre:

Drama/Arthouse

 

Inhalt:

Der Independent-Spielfilm »OKZIDENT« handelt von dem geistigen Verfall eines Intellektuellen und seiner Enkelin, die ihren Erfolg auf der Bühne sucht, und wirft anhand dieser Geschichte einen Blick auf Europa.

www.facebook.com/okzident2018


Cast & Crew

 

Idee & Umsetzung: Carsten Göttel

Musik: Hans Zucker

 

Gedreht mit: Panasonic GH4, Panasonic TZ101

Genre:

Dokumentarfilm | Trailer

 

Inhalt:

»Die Rauschende« ist ein Porträt der Großstadt Düsseldorf anhand ihrer Vergangenheit & Gegenwart.


Cast & Crew

 

Idee & Umsetzung: Carsten Göttel

Musik: Hans Zucker

 

Drehort: Schloss Rosegg, Kärnten AT

Gedreht mit: Panasonic GH4

Genre:

Experimenteller Kurzfilm 

 

Inhalt:

In dem Experimentalfilm »Ouroboros« erzählt ein Mann die Geschichte eines Menschen, der sich in eine Idee verrannte.