Selbstporträt


Bei dem Selbstporträt handelt es sich ebenfalls um eine Nachahmung der Malerei. Der Künstler nimmt zu sich selbst Position ein. Er zeigt sich, wie er sich sieht zu einem Zeitpunkt in seinem Leben. In einem Spiegel nehmen wir uns nicht so war, wie die Umwelt es tut. Ab etwa einem Jahr versteht ein Kind, dass es sich selbst im Spiegel sieht und bildet zum ersten Mal das Konzept des Ichs. Davor existiert die Welt nur, weil es selbst existiert, nicht unabhängig davon. Das Selbstporträt überbrückt diese subjektive Wahrnehmung, da der Akteur vergisst, was er dachte, als es entstand, so wie, wenn man sich auf alten Fotos sieht. So will der Akteur zeigen, wie er sich selbst sieht, doch sieht sich dadurch so, wie seine Umwelt es tut.

 

Der Maler nahm einen Spiegel, um sich selbst zu malen. Der Fotograf nimmt das Spiegelbild, den Schatten oder wird zum Model.