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»Wie wir sehen, sind also die an der Filmherstellung beteiligten Fachleute in zwei große, fast feindliche Lager getrennt. Die einen sehen im Film nichts anderes als ein gegenwärtig sehr gangbares Mittel, einträgliche Geschäfte zu machen, eine Ware, die man den Wünschen der Zwischenhändler oder Verbraucher anpasst; die anderen betrachten das Lichtspiel als ein neues Gebiet für den schöpferischen Gestaltungswillen, als ein Mittel zu neuartiger Formung und Ausbeutung von Lebenskräften, kurz: als eine neue Kunst. Billigerweise muss man beide Standpunkte gelten lassen, denn schließlich kann man diese Zweiteilung von Kunst und Geschäft, Schöpfung und Betrieb, Erhebung und Zerstreuung, Werk und Ware auch bei den anderen Kunstzweigen beobachten.«

 

Dies schrieb S. Walter Fischer in der deutschen Ausgabe von L'Estrange Fawcetts Buch »Die Welt des Films« im Jahr 1928. Ein Jahr vor Erfindung des Tonfilmes.

 

81 Jahre später fand sich Carsten Göttel, geboren 1984, dem erstaunlicherweise unveränderten Szenario gegenübergestellt. Im Jahr 2009 entstand der semi-improvisierte Kurzfilm »Fluchtgedanken« nach einem semi-improvisierten Drehbuch von Tarmo Pyysalo, der ebenfalls die Rolle des Protagonisten übernahm.

 

7 Jahre später zählen u.a. 16 Kurzfilm-Produktionen zu dem kreativen Portfolio von Carsten Göttel.

 

Neben der Arbeit an Filmen & Drehbüchern widmet er sich der Fotografie und ist als Autor aktiv.